Kirchentagsbesucher stimmen über Resolution ab Constanze Latussek

37. DEKT verabschiedet Resolution des Ökumenischen Netzwerks Klimagerechtigkeit

Verzicht ist nötig! Kirchentag fordert Klimagerechtigkeit

Mit 98 Prozent und damit mit großer Mehrheit der Stimmen hat der Deutsche Evangelische Kirchentag (DEKT) in Dortmund die von dem Ökumenischen Netzwerk Klimagerechtigkeit, den Klimapilgern und der Familie Galler eingebrachte Resolution zu Klimagerechtigkeit verabschiedet. Unter dem Titel "Die Ziele des Pariser Klimaabkommens konsequent umsetzen" richten sich sowohl Forderungen an die Politik, als auch an die Kirchen. So werden die Evangelische Kirche in Deutschland mit Ihren Gliedkirchen und Gemeinden aufgerufen, Gemeinden zu Orten des Aufbruchs zu machen, wo Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Alltag Schritt für Schritt umgesetzt werden. Betont wird, dass dies nicht nur technische und politische Fragen seien, sondern dass es ohne Verzicht nicht möglich sei.

Von der Politik fordert die Resolution noch 2019 ein strenges Klimaschutzgesetz zur Einhaltung des 1,5-Grad-Zieles, die Bepreisung aller Treibhausgasemissionen, den sozial-verträglichen Abbau aller umwelt- und klimaschädlichen Subventionen und die Aufstockung der internationalen Klimaschutz- und Entschädigungsfinanzierung.

"Wir freuen uns über den überwältigendem Zuspruch zu unseren Forderungen", so Klimapilger Wolfgang Löbnitz, der die Resolution zuvor im großen Plenum in Halle 3 (Westfalenhallen) vorgestellt hatte. Anschließend verabredete er mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze die Übergabe der Petition in Bonn am 1. Juli.

"Die 98 Prozent Zustimmung sind ein starkes Signal des Kirchentags an Politik und Kirche, dass wir jetzt gemeinsam handeln können und müssen", betont Monika Schell vom Ökumenischen Netzwerk Klimagerechtigkeit.

Die Abstimmung erfolgte im Rahmen der Veranstaltung "Von der Kohle zur Sonne. Weichenstellungen in der Energie- und Klimapolitik. Klimapolitik - Quo vadis?" Teilnehmer/innen waren u. a. Bundesumweltministerin Svenja Schulze, Umwelt-und Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser, Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau und die Dortmunder Initiative 'Fridays for Future.

Die Resolution im Original-Wortlaut können Sie sich hier herunterladen.
 

37. DEKT – Resolution „Die Ziele des Pariser Klimaabkommens konsequent umsetzen“