Brot für die Welt

"ÖNK im Gespräch" Online-Dialog zu "Loss and Damages" | 12. Mai 2021 um 13 Uhr

"ÖNK im Gespräch" ist eine Veranstaltungsserie für Mitglieder und Interessierte. Wie engagieren sich die Mitglieder im Ökumenischen Netzwerk Klimagerechtigkeit für Klimagerechtigkeit? Welches Projekt läuft besonders gut? Welchen Herausforderungen stehen sie gegenüber? Einmal im Monat laden wir Mitglieder und Interessierte ein, von ihren Erfahrungen zu berichten und sich über ihre Themen auszutauschen.


"Loss and Damages" mit Sabine Minninger, Referentin für Klimapolitik Brot für die Welt
12. Mai 2021, 13 - 14 Uhr

 

Klimabedingte Schäden und Verluste (Loss and Damage) haben in den vergangenen Jahrzehnten stark zugenommen. Das Themenfeld Schäden und Verluste spielt auch in den Verhandlungen unter der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) eine wichtige Rolle und wurde als eigener Artikel in das Pariser Klimaabkommen aufgenommen. "Loss and Damage" wird seit dem Pariser Abkommen gleichberechtigt mit den bereits etablierten Themen wie Klimaschutz, Klimaanpassung und Klimafinanzierung behandelt.

Gerade die ärmsten Staaten im Globalen Süden sind den Gefahren des Klimawandels schutzlos ausgeliefert und schaffen es kaum aus eigener Kraft sich an den Klimawandel anzupassen. Sie sind bereits jetzt betroffen von klimabedingten Schäden und Verluste. Klimabedingte Schadensummen belaufen sich auf dreistellige Milliardenbeträge pro Jahr. Viele der ärmsten Länder sind angesichts der absehbaren Schadenzunahme im nächsten Jahrzehnt strukturell überfordert, die finanziellen Zusatzkosten alleine zu bewältigen. Ohne internationale Unterstützung drohen humanitäre Katastrophen, eine drastische Verschuldung, eine massive Zunahme der Vertreibung und Migration, politische Destabilisierung und eine Zunahme von Gewaltkonflikten.

Sabine Minninger, Referentin Klimapolitik bei Brot für die Welt, wird einen Einblick geben in die Hintergründe und Forderungen der ärmsten und verletzlichsten Staaten nach internationaler Kooperation und finanzieller Unterstützung. Um eine nachhaltige Entwicklung und eine sichere Zukunft für alle zu garantieren, müssen gerade die ärmsten Bevölkerungsgruppen gemäß dem Verursacherprinzip durch reiche Staaten unterstützt werden.

Sie sind herzlich zu diesem Erfahrungsaustausch eingeladen. Bei Interesse melden Sie sich bitte an unter: info@oenwkg.de